Strukturnu změnu nětko – žane Wochozy II!
Strukturnu změnu nětko – žane Wochozy II! Akciski zwjazk přećiwo planowanej jamje Wochozy II

Štož je za Łužicu wažne (němsce)

Vorwort von Thomas Zschornak, Bürgermeister der Gemeinde Nebelschütz

Spricht man von der Lausitz, so spricht man von einer einzigartigen Kulturlandschaft.

Und spricht man von Kultur, so spricht man von etwas, das weiter gereicht wird über Generationen. Dieses Gut verwalten wir, um darin glücklich zu sein, aber auch, um es weiter zu geben. Wir können unserem Kulturgut etwas für unsere Kinder hinzufügen, ihm aber auch etwas für uns selbst entnehmen.

Die Macht, etwas zu entscheiden, geht mit Verantwortung einher. Eine Verantwortung für einen Zeitraum oft weit über die eigene Lebenszeit hinaus. Vor allem durch den Tagebau, sei es das Kaolin oder die Braunkohle, haben wir schon sehr viel unwiederbringliche Kulturgüter dem eigenen Vorteil geopfert. Kommende Generationen haben somit die Sicherheit vorhandener Bodenschätze verloren. Viel schwerwiegender jedoch lastet ein Wagnis auf ihren Schultern beruhend auf Entscheidungen, die sie nicht getroffen haben. Kann man riesige vom Tagebau zerstörte Flächen wieder nutzbar machen, verseuchte Flüsse wieder renaturieren und wird man den Preis dafür bezahlen können, ohne dabei zu viel zu verlieren? Dies sehe ich als zentrale Frage nicht nur für vom Tagebau direkt betroffene Gemeinden, sondern für den gesamten sorbischen Kulturraum und darüber hinaus.

Wir werden, was unseren Umgang mit unseren Ressourcen betrifft, umdenken müssen.

In der Gemeinde Nebelschütz beschreiten wir diesen Weg bereits seit einiger Zeit erfolgreich, indem wir uns besinnen auf das, was wir können und konnten. Und dennoch sind es vielfach auch gerade die neuen Ideen und Herangehensweisen, die unsere Möglichkeiten erweitern. Die vielen alternativen Ideen und Möglichkeiten der heutigen Zeit sind manchmal verwirrend und erscheinen manchmal gewöhnungsbedürftig.

Vielfalt ist jedoch wichtig, wenn man sich weiterentwickeln will.

So freue ich mich, wenn junge Menschen sich entschließen, Verantwortung zu übernehmen und sich mit neuen Ideen einbringen wollen, denn sie werden am längsten mit den heute getroffenen Entscheidungen leben.